Japanisches Schwert zurück

11. Januar 2012

Die neuesten Lokalnachrichten aus Köln melden, dass das 65 Jahre lang vermisste japanische Schwert nun endlich wieder zurück ist.

Im Jahr 1945 standen die Depots der Museen offen und so griff der GI zu. Nun endlich konnte der Direktor des Rautenstrauch-Joest-Museums, Klaus Schneider, das japanische Schwert zusammen mit Scheide wieder in Besitz nehmen. Durch Zufall hatte der Enkel des damaligen US-Soldaten dieses entdeckt und durch sehr viel Überzeugungsarbeit für die Rückgabe gesorgt. Der damalige Soldat, wurde seinerzeit kurz nach dem Überfall auf Pearl Harbour als Soldat eingezogen. Drei Tage später ist er dort gefallen.

Der Enkel des Soldaten stieß auf ein altes Gruppenfoto, auf dem er glaubte seinen Opa erkannt zu haben. Dies stellte sich jedoch als Irrtum heraus, aber bei den Recherchen hatte der Enkel einen ehemaligen Soldaten getroffen, der ihm dieses gestohlene Schwert zeigte. Raphael, der Enkel, suchte später nach diesem Schwert im Internet und stieß dabei auf die Geschichte der Juden in Köln. Er kontaktierte schließlich die Museumsdirektorin für Ostasiatische Kunst, Frau Adele Schlombs. Nach einer langen Diskussion konnte der Besitzer des Schwertes schließlich zur Rückgabe bewegt werden. Raphael betrachtet dies als eine Art Friedensmission, was er in seiner persönlichen Rede zum Ausdruck brachte.

Da das Museum keinen Japan-Experten hat, wurde das Schwert auf einem kleinen Dienstweg der Kollegin Schlombs als Dauerleihgabe übergeben. Dort ist es nun in einer Sonderausstellung „Goldene Impressionen“ zu sehen. Auf dem schnellsten Weg soll es jedoch wissenschaftlich untersucht werden. Denn viel weiß niemand über die Tatsache, dass ein Kölner Ingenieur, welcher sehr lange in Japan arbeitete, es dem Museum im Jahr 1909 geschenkt hatte.